Beratung

Erst verstehen, dann entscheiden.

Sieben Themen, die vor jeder Automaten-Entscheidung zählen — Aufbau, Recht, Versicherung, Standort, Finanzierung, Service, Bezahlung. Zu jedem stellst du uns direkt deine Frage.

Erst mal verstehen

Ein Automat ist kein Kasten mit Klappe, sondern vier Bausteine, die zusammenspielen.

Du musst kein Techniker sein, um einen Automaten zu betreiben. Aber wissen, woraus er besteht, hilft bei jeder Entscheidung danach. Jeder Verpflegungsautomat hat im Kern vier Module:

  • Kühlung – hält Getränke und verderbliche Ware auf Temperatur. Bei reinen Snack-Automaten ohne Frischware oft schwächer oder gar nicht nötig.
  • Ausgabemechanik – Spiralen, Aufzüge oder Schächte, die das Produkt sicher nach unten oder in die Ausgabe bringen.
  • Bezahlsystem – von Münze bis kontaktlos, austausch- und nachrüstbar (mehr dazu beim Thema Bezahlung weiter unten).
  • Telemetrie – die Funkverbindung, die Füllstand, Umsatz und Störungen meldet.

Bei den Bauarten unterscheidest du grob nach Inhalt: Snack (Riegel, Chips, Verpacktes), Getränke (Flaschen/Dosen, gekühlt), Kaffee (frisch gebrüht, braucht Wasser und mehr Wartung) und Kombi (Snack und Getränk in einem Gerät, spart Stellfläche).

Welche Kombination zu deinem Standort passt, hängt an Personenzahl, Platz und Anschlüssen. Wenn du das durchspielen willst, ohne gleich zu fragen: unser Konfigurator tastet sich in ein paar Schritten an eine passende Bauart heran.

Frag uns, welche Bauart zu dir passt

Wer zahlt

Geht der Automat kaputt oder wird aufgebrochen – wer trägt den Schaden?

Das ist die Frage, die zu spät kommt, wenn sie erst nach dem Schaden auftaucht. Grob trennen sich zwei Dinge: die Versicherung des Geräts (gegen Schäden am Automaten selbst) und die Haftung als Betreiber (für das, was vom oder am Automaten ausgeht).

Das solltest du im Blick haben:

  • Vandalismus und Aufbruch – ob abgedeckt, hängt am konkreten Vertrag. Eine reine Gebäudeversicherung greift hier oft nicht.
  • Diebstahl – des Bargelds, der Ware oder des ganzen Geräts. Verschiedene Risiken, verschiedene Deckungen.
  • Technischer Defekt – die Reparatur ist eine Sache, der entgangene Umsatz und verdorbene Ware eine andere.
  • Warenverderb – fällt die Kühlung aus, kann der gesamte Bestand betroffen sein. Wer dafür einsteht, ist eine Frage des Modells und des Vertrags.

Wer am Ende haftet, hängt auch am Betreibermodell (siehe Finanzierung weiter unten): Bei Full-Service liegt das Risiko anders als beim eigenen Kauf. Das sind Orientierungspunkte, keine Rechts- oder Versicherungsberatung. Deine konkrete Situation klären wir persönlich – am besten, bevor der erste Automat steht.

Frag uns zu Versicherung und Haftung

Die Pflichten

Ein Automat verkauft Lebensmittel und nimmt Geld – damit hängen ein paar Pflichten dran.

Sobald du gewerblich Verpflegung anbietest, gelten dieselben Spielregeln wie für jeden, der Lebensmittel in den Verkehr bringt. Das ist beherrschbar, aber du solltest es kennen, bevor du startest. Diese Themen gehören auf deine Liste:

  • TSE / Kassensicherungsverordnung – betrifft Automaten, die Bargeld annehmen und Umsätze erfassen. Stichwort technische Sicherheitseinrichtung.
  • Allergenkennzeichnung (LMIV) – die Information, welche Allergene in den angebotenen Produkten stecken, muss verfügbar sein.
  • Lebensmittelhygiene (HACCP) – sauberes Arbeiten bei Befüllung und Lagerung, lückenlose Kühlkette bei Frischware.
  • Preisangabenverordnung – Preise müssen klar und vor dem Kauf erkennbar sein.

Welche Punkte für deinen Fall greifen, hängt davon ab, was du verkaufst und wie du kassierst – ein reiner Snack-Automat mit Kartenzahlung sieht anders aus als ein Kombigerät mit Frischware und Münzeinwurf.

Das ist eine Orientierung, welche Themen real existieren, keine Rechtsberatung und keine Auslegung im Einzelfall. Was davon konkret auf dich zutrifft, klären wir persönlich.

Frag uns zu deinen Betreiberpflichten

Der Stellplatz

Bevor der Automat kommt, muss der Platz passen – Strom, Zugang, Untergrund.

Die meisten Probleme beim Aufstellen sind keine technischen, sondern übersehene Selbstverständlichkeiten. Geh die Punkte einmal durch, dann steht das Gerät beim ersten Versuch richtig:

  • Strom – jeder Automat braucht eine dauerhafte Steckdose in Reichweite. Kühlung und Kaffee ziehen mehr als ein Snack-Gerät.
  • Wasser – nur bei Kaffeeautomaten mit Festwasseranschluss relevant. Alternativ Tankbetrieb, der dann regelmäßig befüllt werden muss.
  • Stellfläche und Bodenbelastung – ein voll bestückter Automat wiegt einiges. Auf Zwischendecken oder empfindlichem Boden vorher prüfen.
  • Brandschutz und Fluchtwege – der Automat darf keinen Rettungsweg verstellen.
  • Zugang für Befüllung und Wartung – die Tür braucht Platz zum Öffnen, der Weg dahin muss befahrbar sein.
  • Vermieter-Freigabe – wenn die Fläche nicht dir gehört, vorher das Okay einholen.

Am schnellsten geht es, wenn du uns ein paar Fotos vom geplanten Standort schickst – inklusive Steckdose und Zuweg. Dann sehen wir auf einen Blick, was passt und was vorher zu klären ist.

Schick uns deine Standort-Fotos

Wie du startest

Kaufen, leasen, mieten oder ganz aus der Hand geben – jedes Modell hat seinen Fall.

Es gibt nicht das eine richtige Modell, sondern eins, das zu deiner Lage passt – wie viel Kapital du binden willst, wie viel du selbst machen magst, wie sicher der Standort läuft. Die vier gängigen Wege:

  • Kauf – einmal zahlen, das Gerät gehört dir. Höchste Marge, aber du trägst Kapital, Wartung und Risiko selbst. Rechnet sich bei sicherem, gut frequentiertem Standort.
  • Leasing – feste Rate über Laufzeit, planbar, schont die Liquidität. Du betreibst selbst, das Gerät bleibt finanziert.
  • Miete – flexibler als Leasing, oft kürzere Bindung. Gut, wenn du erst testen willst, ob der Standort trägt.
  • Full-Service – der Anbieter stellt auf, befüllt und wartet, du bekommst eine Umsatzbeteiligung. Kein Aufwand, kein Kapitaleinsatz, dafür die kleinste Marge. Passt, wenn du nur die Fläche stellst.

Welcher Weg sich für deinen Standort rechnet, hängt an Frequenz, Sortiment und daran, wie viel du selbst übernehmen willst. Das spielen wir mit dir durch – grob lässt es sich auch im Konfigurator antasten.

Frag uns, welches Modell sich rechnet

Im Betrieb

Ein Automat verdient nur, wenn er voll ist und läuft – die Frage ist, wer das macht.

Nach dem Aufstellen beginnt die eigentliche Arbeit: nachfüllen, sauber halten, reparieren, wenn etwas klemmt. Hier entscheidet sich, ob der Betrieb Nebenaufgabe bleibt oder zur Last wird.

  • Selbst-Befüllung – du kümmerst dich um Nachschub und Sortiment. Mehr Marge, mehr Kontrolle, mehr Aufwand. Lohnt bei wenigen Geräten in der Nähe.
  • Service-Befüllung – wir oder ein Partner übernehmen Nachschub und Sortimentspflege. Weniger Aufwand für dich, dafür eingepreist.
  • Wartungsvertrag – regelt, wer bei Störungen kommt und wie schnell. Mit garantierter Reaktionszeit, damit ein defektes Gerät nicht tagelang stillsteht.
  • Ersatzteile – verfügbare Teile entscheiden, ob eine Reparatur Stunden oder Wochen dauert. Frag nach der Teileversorgung deines Modells, bevor du dich festlegst.

Welche Mischung sinnvoll ist, hängt an Gerätezahl, Entfernung und daran, wie viel Zeit du investieren willst. Das legen wir gemeinsam fest.

Frag uns nach Service und Wartung

Geld & Daten

Wie kassiert der Automat – und woher weißt du, dass er läuft?

Zwei Dinge entscheiden heute über den Umsatz: dass die Leute bequem bezahlen können, und dass du siehst, was im Gerät passiert, ohne davorzustehen.

Bei den Bezahlsystemen lässt sich fast alles kombinieren und nachrüsten:

  • Bargeld – Münze und Schein, immer noch verbreitet, bringt aber Leerung und TSE-Pflicht mit sich (siehe Recht & Pflichten oben).
  • Kontaktlos und Karte – Giro- und Kreditkarte, der heute meistgenutzte Weg. Schneller Kauf, keine Bargeldleerung.
  • App – Bezahlung übers Smartphone, oft mit Zusatzfunktionen.
  • Mitarbeiter-Abrechnung per Chip – am Firmenstandort beliebt: jeder Mitarbeiter zahlt per Chip oder Karte, abgerechnet wird gesammelt.

Die Telemetrie meldet dir per Funk, was du sonst nur vor Ort sehen würdest: Füllstände (damit du fährst, wenn es sich lohnt), Störungen (sofort statt beim nächsten Besuch) und die Umsatzauswertung pro Gerät und Produkt. So planst du Befüllung und Sortiment nach Zahlen statt nach Gefühl.

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